Liegen lassen
- Vielleicht klappt es morgen oder übermorgen besser.
- Möglicherweise hat einen einfach das "normale Leben" eingeholt und verlangt mehr Aufmerksamkeit.
- Wenn die Pause zu lange dauert, fällt es schwer, wieder reinzukommen. Von daher nicht zu weit ausdehnen.
Ignorieren
- Einfach lostippen.
- Ignorieren, dass es klingt wie absoluter Stuss, was man auf Papier bringt oder in die Tasten hämmert.
- Vielleicht ist es einfach nur diese Stelle, die man nicht schreiben mag, kann, will, was auch immer. Und danach geht es flüssig weiter.
- Korrigieren kann man immer noch. Oder umschreiben.
- Hauptsache, man ist erst einmal an dem Hänger vorbei.
Ignorieren II
- Stressige Szene einfach in Stichworten notieren, am besten mitten im Dokument, dort wo sie auch eigentlich hingehört
- Markieren: Kursivschrift, Rot schreiben, Klammern setzen etc.
- Gefahren: Hinterher alles andere umschreiben müssen, weil sich doch Dinge anders entwickeln und Einfluss nehmen; weil Dinge, je nachdem, wie sie gesagt werden, eine Situation vollkommen ändern können. Bsp.: Brief von MayurStimmung ändern
- Tür zu, Musik anmachen, die man mit der Geschichte verbindet oder die zumindest einigermaßen passend ist.
- DeathMetal eignet sich nicht wirklich zu einer romantischen Liebesszene und Eros Ramazottis hingebungsvolles Hauchen bringt vielleicht nicht ernsthaft genügend Atmosphäre für die Beschreibung eines blutigen Gemetzels. (Ausnahmen bestätigen die Regel. ^_~)
- Und dann einfach noch mal das letzte Kapitel lesen.
Aufhören, wenn es am Schönsten ist
- Präventivmaßnahme: Mitten in einer gut laufenden Szene aufhören.
- Am nächsten Tag dort weitermachen und wenn's eh schon fließt, einfach weiterschreiben.
- Klappt nicht bei mir: entweder auch diese Szene nicht zuende bekommen oder sie am nächsten Tag beenden und an der nächsten trotzdem hänge.
Hinterfragen
- Warum will man nicht weiterschreiben?
- Stirbt ein Chara, den man mag? Augen zu und durch, wenn es nicht anders geht. Oder Plot ändern.
- Endet die Geschichte in zwei Kapiteln, ihr wollt euch nicht trennen? Tröstet euch mit Fortsetzungen oder Nebengeschichten.
- Ist der Plot nicht, was euch vorschwegt? Ändern!
- Kommt ein Plotloch nach der schwierigen Stelle, vor dem es euch graust? Füllt es.
Urlaub nehmen
- Andere Geschichte vorziehen, andere Charaktere quälen
Prämisse überprüfen
- Passt diese Szene, an der man festhängt, in die Geschichte und zur Geschichte?
- Liegt es daran, dass das ursprüngliche Ziel nicht mehr realisierbar ist? Dass man nicht mehr an den Ort kommt, den man sich vorgestellt hat?
Fragen stellen
- Worum geht es eigentlich?
- Was will ich schreiben? Worauf habe ich Lust?
Will ich einen Anfang oder ein Ende schreiben? Eine Kriegs- oder eine Liebesszene?
- Was will ich erreichen? Was ist der Sinn der Szene?
Was soll mit dieser Szene ausgesagt werden? Ist sie am Ende nur hübsch anzuschauen, aber vollkommen hohl?
- Ist sie für die Charakterentwicklung wichtig? - Das erste Mal, das erste Töten, der erste Kuss
- Ist sie für die Handlung wichtig?
Ein Artefakt taucht auf/verschwindet, eine Person taucht auf/stirbt.
- Was macht mir Spaß?
Befinde ich mich überhaupt im richtigen Genre? Ist meine geplante Liebesgeschichte in einen Krimi abgedriftet und ich mag Krimis nicht – oder schlimmer: Ich habe keine Ahnung von Krimis!
- Was liegt mir eher?
Zucker oder Peitsche? Ich liebe Zucker und quäle gerade meine geliebten Charas? Ich hasse Zucker und hülle sie in Kitsch? Klappt beides nicht so gut.
- Was ist mir wichtiger?
Ist mir wichtiger, das alte Ende zu erreichen und dafür die Charaktere zu "verbiegen"? Oder sind mir die Charas wichtiger, dann ändere ich den Plot. Oder ist die Szene wichtig, so dass die Geschichte geändert werden muss? Oder ist das Ganze wichtiger, so dass ich die Szene streiche.
Ideen auf ein Diktiergerät sprechen
falls einem die Kreativität gesprochen einfacher fällt, oder man an seltsamen Orten, wie Dusche oder Auto, von den Ideen überfallen wird