Entscheidungen, Verträge und Konsequenzen
Seine Entscheidung hatte Shaw auch am nächsten Tag noch nicht getroffen. Er schaute sich die beiden in Frage kommenden Mädchen noch einmal an, überlegte hin und her, wog die Argumente ab, doch war am Ende des Tages immer noch zu keiner Lösung gekommen.
Frustriert holte er sich sein Cello aus dem Instrumentenraum und fing an, Fingerübungen zu spielen. Ohne dass er es wollte, wanderten seine Gedanken ab und das Spiel wurde immer aggressiver und intensiver. Schließlich endete sein Gedanke bei Quinn auf der Bühne und sein Bogen rutschte ab, das Spiel endete mit einem unmelodischen Stöhnen.
"Scheiße!"; murmelte er. Von der Tür her hörte er, wie jemand langsam, fast abfällig in die Hände klatschte. Es war Brian, der am Rahmen lehnte. Irgendwie wirkte der Schotte unnahbar und gefährlich - beides Attribute, die Shaw normalerweise nicht mit dem warmherzigen jungen Mann verband.
"Klasse Improvisation", lobte er mit kühler Stimme. Fast schien es Shaw, als hätte jemand Desmond in Brians Körper gesteckt.
"Ühm, danke, glaube ich." Shaw stellte das Cello zur Seite und stand auf, etwas betreten. Dieses Konzert war eigentlich nicht für andere Ohren bestimmt gewesen. "Was bringt dich hierher?"
"Dein Verhalten gegenüber deinen Freunden, um ehrlich zu sein."
Uh-oh, das klang ernst. Shaw erstarrte und merkte, wie sein Mund augenblicklich austrocknete. Er versuchte etwas zu sagen, wusste aber nicht was und so kam nur ein seltsamer Laut über seine Lippen.
"Sei einfach mal ein wenig rücksichtsvoller, okay? Ich weiß, dass Des dich niemals im Stich lassen würde, aber das bedeutet nicht, dass du ihn einfach so benutzen darfst. Wir sollten gleichberechtigt in unserer Freundschaft sein, doch zur Zeit dreht sich alles nur um dich."
Shaw senkte den Kopf, denn das stimmte. "Tut mir leid."
"Für 'ne Weile ist so etwas ja nicht schlimm, wir helfen dir ja gern, aber du solltest auch mal an Des denken, vielleicht sogar mal an mich." Das Schlimmste war, dass Brian nicht einmal sauer klang. Sein Ton war unglaublich neutral und sachlich, so dass alles viel gewichtiger erschien.
"Natürlich wollen wir auch, dass du eine erstklassige Aufführung bekommst, aber neben deinen Träumen gibt es noch andere. Blick dich einfach ab und zu einmal um und schau genau hin, das ist es, worum ich dich bitten will."
Dass Brian mit jedem Wort recht hatte, brannte in Shaws Augen wie Zitronensäure. Dabei blieb sein Freund höflich und gab ihm einen Lösungsweg mit, wie immer. "Ich verstehe, Bri", murmelte er erschüttert. "Ich werde mich bemühen."
"Okay." Mit diesem Wort ging Brian wieder und ließ Shaw allein mit den Vorwürfen und den Wahrheiten.
Brians Worte waren auf jeden Fall hilfreich dabei, sich von der Frage der Viola-Besetzung abzulenken, denn Shaw sank wieder auf den Stuhl und starrte an die holzvertäfelten Wände des Musikraumes. Ich werde umsichtiger sein! nahm er sich vor, bevor er sein Cello wieder wegstellte. Seine Freunde waren ihm wichtig, auch wenn er es zur Zeit vergessen hatte, wie wichtig. Sie unterstützten ihn, auch wenn er wieder die absurdesten Pläne und Ideen ausheckte und das war mehr, als er je wieder gutmachen konnte.
"Ich bin so ein Idiot", gestand er sich selbst ein, während er durch die leeren Flure ging. Es widersprach ihm niemand.
Die Frage der Besetzung klärte sich beim zweiten Vorsprechen der beiden Mädchen. Als Shaw sah, wie Quinn spielte, wurde es ihm unbehaglich, während er bei Melanie ihre Intonation und Gesten sachlich beurteilen konnte.
Also kletterte er zu den beiden Mädchen auf die Bühne und räusperte sich, dabei spürte er die hoffnungsvollen Blicke der beiden. "Nun- ihr seid beide sehr gut und die Wahl ist mir sehr schwer gefallen, aber Mel ist die Viola." So, nun war es raus. "Tut mir leid, Quinn."
Zuerst starrte sie ihn fassungslos an, dann wurde der Blick feurig - wütend. "Na vielen Dank, Herr Regisseur!" Sie packte ihre Tasche und verließ erhobenen Hauptes die Bühne, ohne zurück zu blicken, während Melanie ihn in eine lungezerquetschende Umarmung zog.
"Danke, danke, danke!", rief sie immer wieder, bevor sie Shaw küsste. Und zwar auf den Mund, wobei ihre Zunge auch gleich vorschnellte. Geschockt erstarrte Shaw und sobald er seinen Schrecken überwunden hatte, wich er zurück. Melanie war immer noch überglücklich und brabbelte etwas davon, dass sie Shaw nicht enttäuschen und ihr Bestes geben würde, doch Shaw wollte nur schnell mit dem Handrücken über seine Lippen fahren und ihren Geschmack aus dem Mund vertreiben. Und vor allem wollte er Quinn zurückholen.
"Äh, ja...dann sehen wir uns bei den Proben", krächzte er, achtete nicht auf Melanies Reaktion, als er schnell in die Richtung lief, die Quinn genommen hatte. Leider war sie nicht mehr in der Garderobe, so dass er schnell aus dem Theater lief. Er blickte zu den Fahrradständern und der Bibliothek, aber konnte Quinn nicht erkennen. Vielleicht war sie ja schon hinter dem Byron Haus verschwunden?
Ziemlich außer Atem sah er sie tatsächlich dort auf den Ausgang in Richtung Bushaltestelle eilen. "Quinn!", rief er. Sie drehte sich nicht um.
"Bitte warte!", bettelte er, wobei er sich vorbeugen und seine Hände an den Knien abstützen musste, um zu Atem zu kommen. Rudern war definitiv kein Laufsport, wie er bedauernd feststellte.
Quinn drehte sich um, anhalten tat sie allerdings nicht. "Du kannst mich mal, Perryman. Hör auf mir nachzulaufen und geh zurück zu deinem Stück! Vielleicht bekommst du ja noch ein bisschen mehr als nur einen Zungenkuss!", fauchte sie. Als Shaw doch noch einen Schritt in ihre Richtung tat, verzogen sich ihre Lippen angriffslustig. "Ich meine es ernst!"
Also blieb Shaw zurück, immer noch nach Luft ringend und mit einem bleischweren Gefühl in der Magengegend. Quinn hatte es gesehen? Verdammt!
Lange starrte er auf die Stelle, von der aus Quinn verschwunden war, bis schließlich Melanie zu ihm kam. "Alles in Ordnung?", fragte sie.
"Ja, sicher", kam Shaws automatisierte Antwort. Aber nichts war in Ordnung und er hatte keine Ahnung, wie er es wieder hinbiegen sollte.
Später, in seinem Zimmer fand er Brian, der wieder am Laptop saß, anscheinend ziemlich vertieft. Er wollte seinen Freund nicht mit seinem Theaterkram belästigen, vor allem nicht nach der Rede über Rücksichtnahme. Also warf er sich einfach auf sein Bett und versuchte, seine Gedanken zu ordnen.
Doch Brian war nicht so vertieft, wie es den Anschein gehabt hatte, zu allem Überfluss, war Brian genauso gut darin, die Andeutungen in einem Gesicht zu lesen wie die in den Büchern für Englisch.
"Uh-oh, Shaw Perryman sieht aus, als wäre er durch die Hölle gegangen. Was ist passiert, hm?" Dieses Mal war Brians Stimme warm und einfühlend, so wie Shaw es gewohnt war. Er blickte in die intelligenten Augen und runzelte die Stirn. "Ist bloß Theaterkram."
"Höllischer Theaterkram?"
Das brachte ein sachtes Lächeln auf Shaws Lippen. "Ich habe meine Entscheidung getroffen."
"Und?"
"Mel hat die Rolle bekommen und mich aus Dankbarkeit geküsst, da ist Quinn einfach abgehauen und hat mich nicht erklären lassen..." Shaw stockte, weil er eigentlich selbst nicht wusste, was er hatte aufklären wollen.
Verstehen leuchtete in Brians Gesicht auf. "Oh, höllischer Theaterliebeskram, das erklärt einiges."
"Brian!", rief Shaw und setzte sich auf. "Das hat überhaupt nichts mit Liebe zu tun!"
"Ach wirklich nicht? Jeder verdammte Archer hat gemerkt, dass Quinn dich anhimmelt, weil du ja ein ach-so-toller Regisseur bist und ihre Arbeit respektierst. Und nun lässt du dich küssen, tz tz." Das Amüsement bei dieser Feststellung gefiel Shaw gar nicht. "War es wenigstens ein guter Kuss?"
"Nee, überhaupt nicht. Nur Geschlabber und dann auch noch Zunge..." Beide schüttelten sich gemeinschaftlich.
"Was soll ich tun, Brian?"
Der Schotte lehnte sich in seinem Stuhl zurück und dachte eine Weile nach. "Nun - das hängt davon an, welches Ziel du erreichen möchtest."
"Hä?"
"Na ja, wenn du möchtest, dass sie dir verzeiht, dann ruf sie einfach an und versuch es zu erklären."
Shaw schüttelte leicht den Kopf. "Wenn sie einfach auflegt?"
"Dann schreib ihr einen Brief. Erkläre, dass du als Regisseur für diese Rolle eine Wahl treffen musstest, aber sie selbst für begabt und gut hältst."
Shaw überlegte und hielt es für eine gute Idee.
"Wenn du allerdings möchtest, dass sich zwischen euch wieder alles einrenkt, dann würde ich Blumen vorschlagen und dazu den Brief", führte Brian weiter aus.
"Bl-Blumen? Spinnst du? Dann denkt sie ja, ich wäre in sie verknallt!"
Brian lachte laut los. "Na und? Jeder im Harris weiß, dass es so ist. Außer dir, anscheinend."
Shaw wurde knallrot, wusste aber nicht, wie er widersprechen sollte. Sicher fand er Quinn süß, aber ... Und sie nicht wieder zu sehen? Ganz übel, kaum aushaltbar. Er seufzte. Mit einem großzügigen Grinsen, klopfte Brian ihm auf die Schulter. "Komm, du suchst einen Blumenlieferdienst raus und ich fange schon mal an, den Brief zu schreiben." Und so machten sie es.
Der Brief und die Blumen hatten erst einmal keinen Erfolg, auch wenn Shaw ungeduldig auf eine Antwort wartete. Quinn ließ erst einmal nichts von sich hören. Shaw stürzte sich in Hausaufgaben und seine Aktivitäten, um sich abzulenken.
Es hatte sich ergeben, dass die Wochentage der Proben von Chor und Orchester getauscht worden waren. So schlenderten Shaw und Desmond am Montagabend nach der Chorprobe über den Platz in Richtung Byron Haus, als jemand Shaw laut ansprach: "Perryman!"
Erstaunt blickte Shaw in die Richtung und sah Henry March auf sich zukommen. Als der Junge ankam und erkannte, dass Desmond dabei war, sanken seine Schultern und er sah schnell zu Boden.
"Hey March, was gibt es denn?", fragte Shaw den Archer, doch der antwortete zuerst nicht, sondern schluckte nur schwer.
"Ich verstehe, dass ist was zwischen euch", stellte Desmond kühl amüsiert fest. "Keine Sorge, ich geh ja schon. Bis irgendwann mal, March." Seine Schritte waren harmonisch, keinerlei Neugier lag in seiner Haltung. Manchmal wünschte sich Shaw Desmonds Selbstbeherrschung. Oder seine Arroganz oder was auch immer diese Unaffektiertheit hervorrief. Nun hatte er aber anderes zu tun.
"Also, worum geht es, March?", erkundigte er sich erneut, als Desmond außer Reichweite war.
"Es geht um... du weiß schon. Um das Ruderteam", druckste Henry herum, dann schweifte sein Blick sehnsüchtig in die Richtung, in die Des spaziert war.
"Oh, sicher", schaltete Shaw mit etwas Verzögerung. Diese Sache war ihm völlig entfallen.
"Ich kann echt nicht glauben, dass ich das wirklich mache und dass ausgerechnet für dich, du selbstgefälliges Arschloch", stellte Henry selbstkritisch fest.
"Hey, pass auf deine Wortwahl auf! Außerdem musst du nichts sagen, wenn es dir zu blöd ist, dann kannst du immer noch aussteigen. Es zwingt dich keiner", wehrte Shaw pikiert ab. Warum beschimpfte ihn in letzter Zeit jeder, sogar dieser Knabe hier? "Allerdings ist dann auch die Bezahlung null und nichtig."
"Genau deswegen bist du so ein Arsch. Bist du sicher, dass er es machen wird?"
Shaw überlegte, dachte an Brians Worte, stellte fest, dass er sie dieses Mal nicht anwenden musste und nickte dann. "Ich bin mir sicher."
"Ich möchte es schriftlich!" forderte Henry March und seine grauen Augen funkelten herausfordernd.
"Na schön", gab Shaw nach und zückte aus seiner ledernen Schultasche einen Zettel und einen Stift, schrieb die Einzelheiten ihres Deals nieder, bevor er das Papier unterschrieb und an Henry gab.
"Wehe du zeigst das einem Lehrer!", drohte er noch, doch der Junge schnaubte.
"Meinst du, ich will mich vor meiner gesamten Gruppe blamieren?" Das war ein Argument. "Und du bezahlst alles?"
"Ja, wie versprochen", grollte Shaw. "Nun, was ist mit dem Archer-Team?"
"Nur Sproul hat dieses tolle Training erhalten. Er gibt das Tempo vor und dann sind sie wirklich schnell. Wenn er ausgeschaltet wäre, hätte das Boot keine Chance gegen euch." Widerwillen sprach aus Henrys Stimme, während er sich an dem Blatt Papier festhielt, als beinhalte dieses seine Absolution.
Shaw legte seinen Kopf schief. "Und wie kann man ihn ausschalten?"
"Das ist eure Sache, du wolltest nur Informationen über das Boot."
"Hast recht. Dank dir, March. Viel Vergnügen damit." Mit seinem Kinn deutete er auf die Vereinbarung.
"Arschloch", murmelte Henry und das war seine Verabschiedung. Als der Junge weg war, war Shaw gut gelaunt. Nun musste er nur mit den anderen Ruderern einen Weg finden, Clive Sproul auzuschalten und schon war der Sieg gesichert. Die erste gute Nachricht seit seiner Entscheidung für die Viola-Rolle. Er würde gleich noch ein kleines Treffen zusammentrommeln, ja das war eine gute Idee. Und damit konnte er auch die Gedaken an Quinn in eine ruhige Ecke pressen.
Als er am nächsten Abend zusammen mit Brian vom Rudern in sein Zimmer zurückkam, wobei er und seine Mitruderer schon viele böse Pläne geschmiedet hatten, wie genau sie Sproul ausschalten würden, stand Desmond mit vor der Brust verschränkten Armen vor ihnen und seine Augen sprühten grünes Feuer.
Brian und Shaw hielten ein, die Tür fiel hinter ihnen ins Schloss.
"Was ist...", begann Shaw.
"...los?" endete Brian.
Ohne ein Wort zu sagen, schnappte sich Des einen Zettel von Brians Schreibtisch und hielt ihn unter Shaws Nase. "Das hier hat mir Henry March gerade nach dem Debattierclub gegeben." Trotz seines offensichtlichen Zorns blieb sein Ton eiskalt.
Brian besah das Papier, das erkennbar von Shaw beschrieben worden war.
'Ein vollbezahltes [durch Shaw Perryman] Date mit Essen und Kino für Henry March mit Desmond Stainthorpe-Pickering als Gegenleistung für erbrachte Dienste', las er und erblasste.
"Du hast nicht wirklich...", begann er, aber seine Stimme versagte vor Fassungslosigkeit.
Shaw hob nur die Schultern und grinste Desmond an. "Du hast doch gesagt, du würdest mir helfen. Ich hätte deine 'volle Unterstützung', wenn ich daran erinnern darf."
Neben sich spürte er, wie Brian begann zu zittern, und als er seinen Freund ansah, erkannte er, dass es Empörung war, die den Schotten erbeben ließ. Ohne ein Wort packte er Shaw am Kragen und zog ihn zu sich. Shaw schluckte, weil ihm die harten Augen und die kalte Wut Angst machten.
"Lass ihn los, Brian", hörte er Des Stimme, ungewöhnlich sanft und warm. Und er sah, wie Des eine Hand beruhigend auf Brians Unterarm legte. Wiederwillig lockerte Bri seinen Griff und trat einen Schritt zurück. Bewusst atmete er seinen Zorn weg, bevor er seinen Blick wieder auf Shaw richtete.
"Am liebsten würde ich dich kaltmachen, Perryman", knurrte er und Shaw spürte sein Herz wild schlagen. Verdammt, Brian war stark. "Wie konntest du nur deinen besten Freund wie eine Hure verkaufen?!"
"Hey!", protestierte Shaw. "So war das nicht, immerhin haben wir so die Information über das Archer Boot bekommen. Des hat selbst gesagt, wir brauchen einen Archer Spion."
"Du verstehst es einfach nicht, oder? Des ist dein Freund und keine Schummelei oder Notenmanipulation oder Ware." Brians Fäuste blieben geballt. Des berührte den Schotten noch einmal einhaltend am Arm, bevor er sich an Shaw wandte.
"Das Schlimmste für mich ist, wie du Henry March behandelt hast. Wie konntest du nur seine Gefühle so ausnutzen?" Im Gegensatz zu Brian war Des ein Ruhepol. Sein Gesicht blieb vollkommen unbewegt und seine Haltung verriet nichts.
"Du musst dieses Date abblasen", wandte sich Brian nun an Des, der aber mit dem Kopf schüttelte.
"Das werde ich nicht. Henry hat mich gefragt, wann ich Zeit habe und wir gehen morgen Nachmittag nach dem Unterricht. Wir haben schon die Lehrer um eine Erlaubnis zum Verlassen des Geländes gebeten und die wurde genehmigt. Das Ganze ist nicht Henrys Schuld, deswegen werde ich meine Seite des Vertrages einhalten." Mit kontrollierter Eleganz hielt er seine Hand hin.
"Das Geld, Shaw." Reumütig gab er Des all sein Bargeld. "Wenn es nicht reicht, fordere ich den Rest später von dir."
Damit verließ Des das Zimmer.
Nach einigen Minuten der Stille, flüsterte Brian: "Ich kann heute Nacht nicht hier schlafen."
Er kramte seinen Schlafanzug und seine Toilettensachen zusammen, schnappte seine Bettdecke und schenkte Shaw noch einen eiskalten Blick. "Ich hoffe, es hat sich in deinen Augen wenigstens gelohnt." Er verließ das Zimmer und Shaw blieb zurück, dabei fragte er sich, wo Brian die Nacht verbringen würde.
"Was war daran so falsch? Ich hatte doch vorher gefragt", wunderte er sich laut, bevor er sich vollbekleidet aufs Bett warf und versuchte einzuschlafen, während die Wände langsam seine Seele aufsogen.
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