Zufalls-Zitat
"Will our kiss mean the end of this?"
"If you want it to."
Akira contemplated that a short second. "It would be a fitting end."
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Life is a Rollercoaster Teil I - Morpheus

Teil I

"Das ist es?", fragte der kleine Rotschopf mit großen Augen. Doch ihm ging es nicht allein so. Auch seine Eltern und seine drei Geschwister musterten das Gelände bewundernd.
James O`Hara grinste frech und meinte: "Da seht ihr mal, auf was für eine tolle Schule ich es geschafft habe!" Seine Mutter strahlte und legte ihm liebevoll die Hand auf die Schulter. "Wir sind stolz auf dich, Junge", meinte sie. Jamie strahlte nur noch mehr. Und ich erst, dachte er. Der Junge wusste, dass seine Eltern es sich nicht leisten konnten, ihn auf diese Schule zuschicken. Umso erfreuter war er gewesen, als er das Theaterstipendium bekommen hatte. Zur Feier des Tages hatten seine Eltern sich sogar entschlossen, mit samt seiner Familie einen "Ausflug" nach Nottingham zu machen und ihn zu seiner neuen Schule zu geleiten. Jamie griff nach einer seiner Reisetaschen und meinte: "Los Leute, worauf warten wir noch?"
Er musste nicht allzu lange suchen, da hatte er sein Zimmer gefunden. Lord Byron Haus, I. Stock, Zimmer 08. Jamie stellte seine Reisetasche ab und wollte die Tür öffnen- abgeschlossen. Erstaunt zog der junge Mann seinen Schüssel aus der Hosentasche und schloss die Tür zu seinem Zimmer auf. Allem Anschein nach war sein Zimmergenosse noch nicht angekommen. Jamie versuchte, sich an dessen Namen zu erinnern. Irgendwas mit L...L...L...Lawrence, genau. Lawrence Johnson.
Wie es aussah würde er vorerst alleine sein. Obwohl- ein Blick nach hinten zeigte ihm, dass "allein" wohl nicht das richtige Wort dafür war. Seine Mutter, sein Vater und natürlich seine Geschwister drängten ihn dazu, doch endlich hineinzugehen. Zum Glück war Jamies älterer Bruder Clyde nicht mitgekommen- er hätte ihn sonst nur damit aufgezogen. Grinsend dankte er Gott, dass es in seinem Heimatdorf so viele Schafe gab, die sich von Erkältungen bis zu Dornen in den Hufen alles einfangen konnten und seinen Bruder somit für einige Zeit auf Trapp hielten.
"Oh, das ist ja schön hier!", rief seine Mutter und durchstöberte sofort das Zimmer. Der sechsjährige Drake und der achtjährige Stanley machten es sich auf einem der Betten gemütlich (von dem Jamie kurzerhand beschloss, es jetzt als sein Bett anzusehen) und seine Schwester riss das Fenster auf um sich lachend auf die Fensterbank zu setzen.
"Andrea, was hältst du davon wenn ich die Kinder nehme und mit ihnen ein paar Minuten durch die Umgebung gehe, während ihr hier alles einräumt? Dieses Zimmer ist nämlich eindeutig zu klein für diese Rasselbande", schlug Jamies Vater vor. Seine Frau nickte, während sie schon eine Tasche aufriss und begann, Pullover, Jeans und T-Shirts in den Schrank einzuräumen.
"Tschüss, Jamie!" "Bis gleich!", schallte es ihm vielfach entgegen. "Bye", grinste er und ließ sich erschöpft auf sein, nachdem seine Geschwister daraufgesessen hatten, zerwühltes Bett fallen. Er liebte seine Geschwister ja sehr, aber anstrengend waren sie dennoch, das konnte er nicht leugnen. "Denk daran immer warme Klamotten anzuziehen wenn es kalt ist", gab ihm seine Mutter den gutgemeinten Ratschlag.
Jamie lachte. "Mom, bitte! Ich bin siebzehn Jahre alt, ich kann auf mich selbst aufpassen", wehrte er ab und nahm ihr den Kleiderstapel ab, den sie gerade in Händen hielt, "Ich kann das schon allein machen. Setz dich einfach hin und mach's dir gemütlich."
"Aber..."
"Nichts aber", grinste Jamie und packte weitere Kleidungsstücke in den Schrank. Seine Mutter war mal wieder überbesorgt, auch wenn sie es nur gut meinte. Andrea O`Hara seufzte und strich sich einmal durch die schulterlangen roten Locken. "Du hast ja recht. Aber hinsetzen werde ich mich trotzdem nicht. Zusammen geht es doch viel schneller, meinst du nicht?"
Jamie lachte. "Meinetwegen, wenn du es nicht lassen kannst.." Er war gerade dabei, seiner Mutter einen weiteren Stapel an Kleidern zu reichen als die Tür mit einem Schlag aufgerissen wurde. Jamie sah neugierig auf und auch seine Mutter wandte ihren Blick dem Neuankömmling zu. Ein Junge von vielleicht sechszehn oder siebzehn Jahren stand in der Tür, zwei Reisetaschen in Händen und eine weitere Tasche über der Schulter. Jamie staunte ein wenig ob der Aufmachung des Anderen. Er hatte blauschwarze glänzende Haare bis über die Brust und leuchtende, tiefblaue Augen. Wider der Schulordnung trug er nicht die vorgeschriebene Schuluniform sondern eine enganliegende schwarze Hose mit einigen Nieten und silbernen Ketten. Er hatte außerdem eine rot-schwarze Lederjacke an. Seine Gesichtszüge waren sehr zart, ja fast aristokratisch. Er führte Bewegungen geschmeidig und elegant aus. Wäre dieses Outfit, dass er trug, nicht gewesen hätte man ihn für einen netten und unschuldigen Jungen halten können. Sein Blick glitt kurz über die Anwesenden, bevor er in den Raum ging und sein Gepäck auf das freie Bett warf. Der ist ja sehr gesprächig.
"Hi!", meinte Jamie dennoch und streckte dem Schwarzhaarigen die Hand zur Begrüßung entgegen, "Ich bin James O`Hara, aber alle nennen mich Jamie!" Der Schwarzhaarige sah skeptisch auf die ihm entgegengestreckte Hand bevor er knapp entgegnete:"Lawrence Johnson." Die ihm dargebotene Hand ignorierte er geflissentlich.
Jamie war leicht irritiert. Der Junge schien ja nicht gerade bester Laune zu sein. Doch so etwas hatte ihn noch nie abgeschreckt. Er startete einen zweiten Versuch. "Ich bin neu hier am Harris. Das hier ist meine Mutter, Andrea O`Hara." Seine Mutter nickte ihm zur Bestätigung freundlich zu. "Bist du schon länger hier auf der Schule?"
Keine Antwort, er schien es nicht für nötig zu halten, etwas zu erwidern. Jamie zuckte mit den Schultern und sah nun doch etwas ratlos zu seiner Mutter. Er konnte ihr deutlich ansehen, dass ihr das Verhalten seines Zimmerkameraden nicht wirklich gefiel. "Unverschämtheit", murmelte sie leise, beließ es jedoch dabei.
Jamie räumte weiter seine Sachen in den Schrank, hielt aber immer wieder in seiner Tätigkeit inne um Lawrence zu beobachten. Dieser war ebenfalls mit Koffer entpacken beschäftigt und würdigte ihn und seine Mutter keines Blickes. Jamie fand dieses Verhalten rätselhaft. War der junge Mann schlecht gelaunt oder einfach nur ein Einzelgänger? Oder beides?
Ein lautes Gepolter auf dem Gang kündigte dem Braunhaarigen an, dass sein Vater mit seiner "Rasselbande" zurückkehrte. Und wirklich, gleich darauf ging die Tür auf und Drake, Stanley und Amy stürmten in den Raum. "Stellt euch mal vor was es hier alles gibt!" - "Ein Stadion!" - "Ein Golfplatz!" - "So ein Dings wo man mit Pfeil und Bogen schießen kann, wie die Indianer!", scholl es ihnen durcheinander entgegen. "Hoi, langsam, langsam!", lachte Jamie und versuchte vergebens, den Redeschwall seiner Geschwister zu unterbrechen. Seine Rettung war schließlich die siebenjährige Amy selbst. Sie war nämlich auch die Erste, die Lawrence entdeckte.
"Bist du Jamies Zimmergenosse?", fragte sie und verschränkte ihre Hände vor ihrem weißen Kleid. Lawrence sah kurz auf bevor er meinte: "Wenn ich meine Sachen hier auspacke, wird's wohl so sein..."
Jamie lachte. "Nein, in Wahrheit ist er das Internatsgespenst und soll kleine Kinder, die ihren Bruder begleiten, erschrecken!" Amy grinste und setzte sich (ungefragt, wohlgemerkt) auf Lawrence Bett. "Wie heißt du?", fragte sie und legte den Kopf leicht schief.
"Lawrence."
"Ich heiße Amanda", meinte sie lächelnd, "bist du auch neu hier?"
"Was geht es dich an? Fall lieber deinem Bruder auf die Nerven.", kam die wenig charmante Antwort.
Amy sah in missbilligend an und schüttelte den rotbraunen Lockenkopf. "Du bist ganz schön unhöflich", wies sie Lawrence zurecht.
Jamie sah die Situation vor seinem geistigen Auge schon eskalieren und sah auf seine Armbanduhr- zum Glück, denn es war Zeit für seine Familie zu gehen, wenn sie wieder rechtzeitig nach Hause kommen wollten. Er begleitete sie noch bis zur Bushaltestelle, wo es einen großen Abschied gab.
"Du musst mir ganz oft schreiben", meinte Stanley und klammerte sich an Jamie. "Versprochen", lächelte er und nahm seine Geschwistern einen nach dem anderen in den Arm.
"Mach's gut, James", meinte sein Vater und gab ihm einen kumpelhaften Schlag auf die Schulter, "Bleib sauber."
"Immer doch, Dad!", grinste Jamie und kreuzte die Finger hinter dem Rücken. "Und halte dich ein bisschen von diesem Lawrence fern", warnte seine Mutter, bevor sie ihren Zweitältesten zum Abschied drückte. "Das wird schwer werden, wenn wir im gleichen Zimmer wohnen, Mom!", grinste dieser. "Du weißt genau, was ich meine! Pass auf dich auf, ja?"
Nach einer scheinbar endlosen Abschiedsszene und dem doch sehr einseitigen Gespräch mit seiner Mutter (man kann es wohl kaum als rhetorische Höchstleistung betrachten, an den dafür geeigneten Stellen ein "Ja Mom, ist gut Mom" einzuwerfen) beendete doch die Ankunft des Busses dieses Beinandersein. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht winkte Jamie diesem nach...

Als er wieder sein Zimmer betrat, war dieses leer und von seinem Zimmergenossen keine Spur zu sehen. Schade eigentlich, ich hatte gehofft, wir könnten uns ein wenig unterhalten...Obwohl, bei seiner Laune- wohl eher nicht. Er ließ seinen Blick kurz durch den Raum schweifen. Der Schwarzhaarige schien mit dem Auspacken fertig zu sein, denn seine Taschen waren verschwunden und auf seiner Kommode standen einige Gegenstände von ihm. Unter anderem befand sich dort ein Gettoblaster.
Jamie konnte nicht wiederstehen. Es würde dem anderen schon nichts ausmachen, wenn er das Gerät anstellen würde. Ein bisschen Musik war bestimmt das Richtige, um ihn von einem Abschiedsschmerz zu befreien.
Der Braunhaarige schaltete das Gerät an. Sofort erfüllten die Klänge eines zur Zeit bekannten und angesagten Liedes den Raum. Jamies wippte leicht mit dem Fuß im Takt mit, während sein Blick auf ein Bild fiel, das direkt neben der Anlage stand. Darauf war Lawrence mit einem, zugegeben recht hübschen Jungen in seinem Alter zu sehen. Dieser hatte schläfenlange honigblonde Haare und legte scherzhaft seinen Arm um Lawrence. Der Schwarzhaarige lachte ausgelassen und seine Augen schienen noch eine Nuance heller zu funkeln.
Sein Bruder? War Jamies erster Gedanke, den er jedoch sofort wieder verwarf. Dafür hatten sie zu wenig Ähnlichkeit. Ein guter Freund von ihm? Wahrscheinlich. Doch wer war er, dass er diesem, zumindest in Jamies Gegenwart so übel gelaunten Jungen ein Lachen von dieser Art entlocken konnte?
"Stell das sofort wieder an seinen Platz zurück", ertönte hinter ihm eine leicht drohende Stimme. Jamie gehorchte und wandte sich um, die Hände scherzhaft in die Luft erhoben. "Tut mir leid, ich war nur neugierig."
"Das sieht man!" Lawrence beäugte skeptisch das spielende Radio, ließ es aber trotzdem angeschaltet. "Gewöhn dir deine Neugier in Zukunft ab.", meinte er, " Ich will mal eins klarstellen- ich bin nicht freiwillig hier und habe keine Lust, mich mit irgendjemandem hier abzugeben, also komm mir einfach nicht in die Quere und wir werden prima miteinander auskommen."
Zack. Eine Ohrfeige hätte nicht härter und aussagekräftiger sein können. Was hatte "Schneewittchen", wie Jamie in gedanklich mittlerweile nannte, nur so verbittert? Schade, wirklich schade. Aber so schnell würde Jamie nicht aufgeben. Das wäre doch gelacht wenn er nicht in der Lage wäre, die abweisende Fassade von Lawrence zu durchbrechen. Warte nur. Ich krieg dich schon noch!
Lawrence zog aus seiner Kommode einen Bogen Briefpapier und einen Kugelschreiber bevor er sich geräuschvoll auf sein Bett fallen ließ. Heimweh? Dieser Typ? Das kann ich mir schwer vorstellen. Oder will er letztendlich doch keinen Brief an seine Eltern schreiben? Vielleicht an seine Freundin?
Schneewittchen wurde ja immer rätselhafter. Nun, wie auch immer, Jamie würde ihm seine Zeit geben. Wenn er mit ihm auskommen wollte, war es wohl besser, wenn er sich erst mal zurück hielt (auch wenn es einem Plappermaul wie ihm schwer fiel).
"Es macht dir nichts aus, wenn ich das Radio abstelle?", fragte er sicherheitshalber. Als keine Antwort kam deutete er das auf gut Glück als "ja". Er ging zu seinem Schrank und holte seine Gitarre heraus. Er konnte hier auf dem Zimmer zwar seinen Verstärker nicht anschließen, aber um sich selbst ein wenig die Zeit zu vertreiben würde es genügen.
Jamie öffnete die Tasche und zog seine E-Gitarre heraus. Sein Heiligtum. Seine Eltern hatten sie ihm zu seinem Geburtstag geschenkt und er hütete sie wie seinen Augapfel. Geschickt griff er ein paar Akkorde, um sich einzuspielen. Schließlich zog er einen leicht zerknitterten Zettel heraus, auf den er irgendwann einmal ein paar Noten gekritzelt hatte. Die Idee war noch nicht ausgereift, aber das Grundmuster hatte er bereits komponiert. Jetzt musste er noch in die Details gehen. Und ein Text fehlte ihm natürlich noch. Doch das hatte er schon längst aufgegeben. Wenn es ums Liederschreiben ging war er eine totale Niete. Da fielen seinem Hund ja noch bessere Texte ein als ihm! Jamie schloss die Augen und spielte sein Lied. Plötzlich, ohne Vorwarnung, erklang eine glasklare Stimme, die Jamie eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Jemand improvisierte zu den Klängen seiner Gitarre.
Als er die Augen öffnete sah er, dass Lawrence ich auf seinem Bett aufgerichtet hatte und nun im Schneideritz saß. Er hatte die Augen geschlossen und sang mit dieser einfach nur traumhaften Stimme zu der Melodie, die Jamie spielte. Das hatte der Braunhaarige nun so gar nicht erwartet. Ein Lächeln schlich sich auf seine Züge. Er ließ die Melodie ausklingen und legte die Gitarre neben sich. Lawrence öffnete erschrocken die Augen.
"Du singst verdammt gut", meinte Jamie lächelnd, "Hätte ich dir gar nicht zugetraut."
Lawrence sah kurz zu Boden, dann meinte er: "Ich kann so einiges, dass du mir wahrscheinlich nicht zutraust..."
Jamie lachte. "Ach wirklich?"
"Was war das für ein Lied? Ist es...von dir?"
Der Braunhaarige nickte. "Ja. Es ist noch nicht ganz fertig. Ich muss es noch ein wenig ausarbeiten und ich habe noch keinen Text dafür. Ich hab hier aber schon mal die Grundmotive aufgeschrieben." Er deutete auf seinen Zettel. Jetzt war er aber doch mal gespannt.
"Darf ich mal sehen?, fragte Lawrence. Jamie nickte und reichte ihm das Papier. Aufmerksam flogen die Augen des Anderen über die Noten. Er schien Ahnung davon zu haben. "Nicht schlecht", meinte er.
"Höre ich da einen Hauch von Anerkennung aus deiner Stimme heraus?", grinste James.
Lawrence sah ihn erstaunt an, dann formten seine Lippen zu einem angedeuteten Lächeln. "Da musst du dich geirrt haben..."
Wieder überflog er das Papier bis er es zurückgab. "Wirklich, nicht schlecht. Aber das ganze müsste von einem härteren und düsteren Bass untermauert werden, damit die Melodie besser zur Geltung kommt. Und ein Songtext könnte auch nicht schaden. Was hast du dir da vorgestellt?"
"Findest du? Das habe ich mir auch schon überlegt, aber ich war mir nicht sicher." Jamie war wirklich erstaunt über Lawrence. Der Junge hatte gerade eine Hundertachtziggradwendung durchgemacht. Er klang zwar noch immer etwas distanziert, aber immerhin- er ließ sich überhaupt auf ein Gespräch mit ihm ein. Das war doch schon mal ein Fortschritt.
"Was den Text angeht- frag mich was leichteres. Ich hatte an etwas düsteres gedacht, irgendwas emotionales, aber ich kann beim besten Willen nichts schreiben...Leider. Aber sag mal, wo hast du so singen gelernt?"
Lawrence zuckte mit den Schultern. "Nirgends." "Ein Naturtalent also", lachte Jamie, "So was hört man gerne. Sag mal, kannst du neben singen etwa auch noch Texte komponieren?" Lawrence nickte. "Wenn ich will..." Jamie sprang auf. "Echt?"
"Ja. Wenn du mir deinen Song komplett aufschreibst, werde ich sehen, was ich für dich tun kann", bot er ihm an. Jamie machte einen kleinen Luftsprung. Er setzte sich zu dem Schwarzhaarigen aufs Bett und meinte versöhnlich:"Ich glaube, wir hatten einen schlechten Start. Wie wär's, wenn wir noch mal von vorne anfangen würden?"
Lawrence sah ihn verständnislos an. Um zu zeigen was er meinte, streckte Jamie ihm die Hand entgegen. "Mein Name ist James O'Hara. Nenn mich Jamie", grinste er. In den Augen des Schwarzhaarigen leuchtete ein kurzes Funkeln auf. "Lawrence Johnson." Meinte er und dieses mal ergriff er die ihm dargebotene Hand. Hab ich dich. Ich wusste es doch.
"Aber damit eins klar ist", schränkte Lawrence seinen Erfolg sofort wieder ein, "ich hab immer noch kein Interesse daran, mich mit dir anzufreunden. Ich helfe dir lediglich beim komponieren, nichts weiter!"
"Geht klar, Law!"
"Law?"
Der junge Mann lachte. "Yep! Was dagegen?"
Lawrence seufzte resignierend und zuckte mit den Schultern. "Hab ich eine andere Wahl?"
"Sieht nicht so aus...Komm mit, wir sehen uns hier mal ein bisschen um. Ich gehe doch richtig in der Annahme, dass du auch neu bist?"
"Ja."
"Na gut, dann los!" Jamie erhob sich und sah Lawrence auffordernd an. Dieser ließ sich in seine Kissen zurücksinken. "Nee du, lass mal."
"Was?" Jamie tat so, als wäre er entgeistert, "Du kannst mich hier doch nicht alleine lassen. Was, wenn mir was passiert?"
"Keine Angst", entgegnete der andere, "soviel Glück habe ich nicht..."
James brauchte ein paar Sekunden bis er den Sinn dieser Worte verstand, dann konnte man im ganzen Stockwerken einen Aufschrei hören: "LAWRENCE!!!

Teil II

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Aktualisiert (Dienstag, den 25. August 2009 um 08:10 Uhr)