Fremder
In einer Bar zu versacken, war nicht meine Vorstellung von einem gelungenen Samstagabend gewesen. Aber irgendwie konnte ich mich nicht dazu aufraffen, aufzustehen und
wegzugehen. Ich schluckte den letzten Rest meines Martini.
Scheiße... schon wieder leer...
"Noch einen!" bestellte ich und fand, dass meine Stimme nicht verwaschen genug klang für einen Besoffenen. Dann war ich wohl noch nicht besoffen... Dem konnte abgeholfen werden.
Der neue Martini glitzerte wie ein Pool, in dem man seine Sorgen ertränken konnte. Zu schön, tief und gefährlich. Ein Mann neben mir lächelte mich seltsam an.
"Sie trinken wohl gegen Ihre Sorgen, was?" Ich warf ihm einen schlurigen Seitenblick zu.
"Vielleicht." murmelte ich unfreundlich.
"Darf ich Ihnen einen ausgeben?" fragte er mich.
Was wollte dieser nervige Kerl von mir? "Nein. Geh weg, Kumpel."
"Hey, keine Panik! Ich wollte dir nur einen Gefallen tun."
"Gut, dann geh!"
Sein Freund klopfte dem Kerl auf die Schulter und sagte: "Besser, wir gehen. Dem kannst du nix Gutes tun."
Dann sagte er zu mir, breit lächelnd: "Verzeihen Sie die Störung."
Ich nickte gnädig, dann wandte ich mich wieder meinem Freund Martini zu. All die Martinis schlugen mir auf die Blase und so musste dringend meinen bequemen Hocker verlassen und mich auf den unsicheren Weg zum Klo machen.
Die Schritte waren zwar unsicher, aber die Richtung stimmte und so landete ich schließlich an einem Pissoir. Erleichtert zog ich meinen Penis aus der Hose und pinkelte. Anschließend suchte ich benommen das Waschbecken.
Plötzlich packte mich jemand an der Schulter, schleuderte mich herum und presste mich mit wahnsinniger Kraft gegen die Wand.
Noch bevor ich erkennen konnte, was vor sich ging, fühlte ich wie sich Lippen fordernd auf meine
legten. Sogleich folgte ein überwältigender Sinneseindruck.
Ich war hilflos, aber die Lippen forderten meine Aufmerksamkeit und ich versuchte mich frei zu drehen. Doch das führte dazu, dass der Kuss umso intensiver wurde. Ich fühlte seine Zähne auf meinen Lippen. Das tat weh.
Um weiteren Scherz zu vermeiden, öffnete ich meinen Mund. Ein fremde Zunge schlüpfte hinein und begann einen Raubzug. Ich wimmerte.
Dann überlegte ich, ob ich einfach zubeißen sollte. Doch ein paar starke Arme hielten meine an der Wand fest und ich traute mich nicht mehr. Der Kuss endete ebenso abrupt, wie er begann.
Ich konnte einen ersten Blick auf den Kerl, werfen, der mir das antat.
Der Freund des Kerls, der mich angemacht hatte. Er lächelte freudlos.
"Überraschung", murmelte er.
"Was soll das...?" versuchte ich zu schreien, aber sein gnadenloser Mund ließ mich mit einem weiteren Kuss verstummen.
Sein Körper drängte mich gegen die Wand, sein Brustkorb sehr eng an meinem. Sein Hüfte presste gegen meine...seine Erektion rieb sich an... Meiner?
Mein Gott, ich hatte einen Steifen!
Und dieses Reiben war unbeschreiblich erregend. Eine Moment war ich zwischen allen Sinneseindrücken gefangen.
Das Pochen meiner Erektion, sein fordernder Kuss, der enge Körperkontakt, die kalte Wand in meinem Rücken. Schmerz und Vergnügen vereinten sich zu gleißender Lust. Ich erwiderte den Kuss gieriger, als er begonnen hatte.
Mehr wollte ich, mehr.
Viel mehr und doller.
Stärker.
Heftiger!
Mein Hände griffen nach seinem Kopf, zogen ihn näher zu mir, näher, noch
näher... als wolle ich ihn in mich schlingen.
Dieser Kuss war doch noch gar nichts. Ich verlängerte ihn, obwohl mir die Luft schon ausging.
Doch er legte seine Hand an meine Stirn und drückte meinen Kopf gegen die Wand. "Ich sage, was läuft." murmelte er bedrohlich und steigerte mit seinem Ton den Tanz meines Blutes.
"Dann sag es!" forderte ich. Er lächelte böse und seine Hand glitt in meine Hose, ergriff mein Glied und hielt es fest. Das schmerzte wie Folter und tat gleichzeitig so gut.. Mein Körper bäumte sich ihm entgegen.
"Du hast nichts zu sagen!" murmelte er befehlend. Seine Finger begannen ganz leicht meine Erektion zu streicheln. "Hast du verstanden?" sein dunkle, bedrohliche Stimme berauschte mich – statt einer Antwort konnte ich nur stöhnen.
"Hast DU mich VERSTANDEN?!" forderte er schärfer und seine Hand drückte zu. Blendender Schmerz durchfuhr mich. Ein Schmerzensschrei entkam meinen Lippen doch klang er sogar für mich fast wie ein Orgasmus.
"Sag es!" forderte er erneut.
Ich bekam Angst.
Er hielt mein bestes Stück fest in seiner Hand!
"Ja, habe ich..." murmelte ich heiser und ausser Atem. Seine Hand ließ wieder lockerer. Ich sank gegen ihn – halb erleichtert, halb nach mehr lechzend.
"Zieh dich aus!" kam ein leiser aber scharfer Befehl. Ich erstarrte.
Hier? Auf einem öffentlichen Klo?
"Was ist? Mach schon!" befahl seine harte Stimme.
Ich zögerte weiter. Sein Griff wurde wieder fester. Ich wollte nicht hier gefickt werden. Nicht hier, auf dem Klo, wie ein kleiner Stricher.
Ich war kein Stricher.
"Bitte, nicht hier..." murmelte ich unterwürfig. Das Gesicht meines Folterers erhellte sich.
"Gut. Dann zu dir."
Ich dachte daran, dass meine Freundin nach Hause kommen könnte. Dass ich von meinen Nachbarn gesehen werden könnte. Diese Vorstellung erregte mich. Ich nickte, leckte dabei meine Lippen.
Seine Hand glitt aus meiner Hose, hinterließ ein Gefühl der Leere. Hart ergriff er mein Handgelenk. Sein Hand schloss sich gnadenlos um meinen Arm.
Ein leises Klicken erklang.
Ich sah hin.
Eine silberne Handschelle umschloss mein Handgelenk. Das Gegenstück glitzerte an seinem.
"Gehen wir! Und keine Mucken!" befahl er.
Er zog mich hinter sich her, aus der Toilette heraus und aus der Bar.
"Wohin?" fragte er streng.
"Mein Auto steht da hinten," murmelte ich, schwach. Meine nicht schwinden-wollende Erektion machte mir zu schaffen. Fast bedauerte ich es, nicht auf dem Klo einen Fick gehabt zu haben.
"Gib mir die Schlüssel!" verlangte er, ich tat es. Er zog mich zu meinem teuren Wagen.
Zuerst schloss er die Beifahrertür auf, bedeutete mir einzusteigen und kettete mich an der Tuer fest.
Dann stieg er ein und startete den Wagen. "Beschreibe mir den Weg!"
Ich tat es.
Doch was wirklich meine Gedanken fesselte und mich atemlos machte, war das Gefühl des kühlen
Metalls an meinem Handgelenk und das Gefühl der Hilflosigkeit. Es turnte mich an. Ich fühlte mich beinahe benommen. Wie in einem lang anhaltenen Rausch.
Plötzlich waren wir schon da. Der Weg war an mir vorbeigerauscht, ohne einen Eindruck zu hinterlassen.
"Schließ' auf!" befahl er mir und ich rüttelte an meiner Kette. Er lachte trocken und schloss mich wieder an sein Handgelenk. Die Treppe zog er mich hinauf. Mein Handgelenk war aufgescheuert inzwischen, doch der Schmerz war suess.
Vor der Tür küsste er mich wieder rau, ohne auf mich zu achten. Und ich ergab mich in diesen Kuss, wie man einer höheren Macht nachgibt.
In meiner Wohnung ging er so zielstrebig auf mein Schlafzimmer zu, als wäre er schon bei mir gewesen. Sein langer Körper schien auf der Lauer zu sein. Ohne Vorwarnung drehte er
sich zu mir um und riss mich an sich.
"Nun... wollen wir mal sehen." murmelte er, drängte mich aufs Bett in meinem Schlafzimmer und schloss mich nun mit beiden Händen an das Kopfende meines Bettes. Dann ging er.
Und bleib fort.
10 Minuten.
20 Minuten.
Ich bekam Angst, dass er nicht zurückkommen würde. Doch er kam wieder, mit einem Messer in der Hand. Er setzte sich so ueber mich, dass seine Oberschenkel zu je einer Seite
meiner Hüfte lagen. Dann beugte er sich über mich. Mit dem Messer fuhr sacht von meiner Stirn über meine Nasenspitze hinunter zu meinen Lippen uns schließlich an meinen Nacken.
Dort angekommen schnitt er mit einem eleganten Schnitt meinen Pullover mitsamt T-Shirt auf. Den Rest riss er rücksichtslos hin weg und noch während dieser Bewegung, senkte er sich hinunter und biss in mein linke Brustwarze.
Ich schrie auf.
Schmerz raste durch meine Nervenbahnen, sofort wieder begleitet von Lust als er begann seine Hüfte gegen meine kreisen zu lassen. Blut lief meine Seite hinunter und hinterließ einen wunderschönen roten Fleck auf meinem weißen Laken. Meine Hände rissen an den Handschellen,
aber es nützte nichts - ich war ihm ausgeliefert.
Ein Stöhnen entglitt mir.
Dann knöpfte er langsam die Hose auf, langsam – quälend langsam. "Bitte..." bettelte ich hilflos.
Er lachte grausam.
"Was willst du?" fragte er kalt.
"Bitte...tu etwas," flehte ich.
Sein Hände verschwanden, nur der Druck seines Gewichts auf meinen Hüften blieb. Frustriert sah ich ihn an. Seine Fingernägel glitten spielerisch über meine Brustwarzen. Ich bäumte mich gegen seine süße Folter auf. Unerwartet hielt er inne. Stattdessen begann er, sich auszuziehen. Seine Sachen flogen zu Boden. Ich konnte deutlich seine Erektion erkennen, die ihn überhaupt nicht zu
stören schien.
Er begann seine Erektion zu streicheln – spielerisch, leicht und provokant – und sich selbst zum
Höhepunkt zu bringen. Ich konnte es kaum ertragen, ich wurde härter und härter.
"Bitte..." winselte ich. "Bitte - fick mich...!"
Er sah mich überlegen an. "Willst du das?"
"Ja..."
"Gut."
Brutal riss er meine Hose herunter. Er griff nach meiner Erektion und begann sie in einem langsamen Rhythmus zu massieren.
Die Welt verschwamm vor meinen Augen, ich näherte mich dem Höhepunkt. Völlig außer Kontrolle versuchte ich meine Hände zu lösen, aber ich blieb gefesselt.
Das Gefühl des Ausgeliefertseins gab dem Sex einen zusätzlichen Kick. Als ich mich aufbäumte um meinen Orgasmus zu erreichen, waren die Hände fort. Würgende Laute drangen aus meiner Kehle. Ich konnte kein Wort mehr formen. Ich war am Ende. Völlig erledigt.
Ich war sein Spielzeug.
Und ich gefiel mir in der Rolle. Er bog meine Beine nach hinten und legte er sie auf seine Schultern. "Willst du, dass es sehr wehtut?"
Ich wusste es nicht mehr. Es schien keinen Schmerz mehr zu geben, der mein Leiden in diesen Momenten übertreffen konnte. Ich rührte mich nicht.
Ich war nur voller Erwartung. Gespannt. Verwirrt. Verlangend. Irgendetwas musste endlich passieren.
"Wenn du nichts sagst, nehme ich das als ja..." sagte er mit einem kalten Auflachen.
Er drückte seine Erektion gegen meinen Hintern, Dann begann er mit einem Ruck vorzustoßen.
Der Schmerz war überwältigend. Als ob ich in zwei geteilt wurde, bei lebendigem Leib.
Ich biss auf meine Unterlippe, die sofort blutete.
Er stieß ein zweites Mal.
Ich schrie leicht auf, der Schmerz war nicht mehr so schlimm wie das erste Mal. Doch unerwartet stieß er gegen einen Punkt, der mir einen kurzen Black-out der Lust verursachte. Dann noch einmal.
"Weiter..." schrie ich. Er lachte wieder kalt. Verdammter Bastard!
Er begann sich in mir zu bewegen. Langsam, sehr langsam.
Ich bäumte mich ihm entgegen, soweit es meine Fesseln erlaubten. Doch er drückte mich nieder, immer wenn ich aktiv wurde, stellte er seine Bewegungen ein. Wenn ich ruhig blieb, belohnte er mich durch einen gekonnten Stoß.
Schließlich blieb ich ruhig und er begann wieder einen Rhythmus zu etablieren. Jeder Stoß entlockte mir einen kleinen Schrei. Jeder Schrei brachte ihn zum Lachen.
"Brav."
Ich schloss die Augen, weil ich begann Punkte zu sehen. Plötzlich fühlte ich etwas an meiner Erektion – Zähne!
Er knabberte an meinem Penis. Das war eine Qual.
Gefangen zwischen seinem Penis und seinem Mund konnte ich mich nicht halten. Ein Orgasmus kam herangedonnert und explodierte in jeder meiner Zellen und letztendlich in meinem Kopf. Mein Schrei hallte in meinen eigenen Ohren. Dann sank ich zusammen und brutale Schwärze umhüllte mich. Als ich erwachte, waren meine Hände frei.
Er war fort.
Mein Bett war voller Blut und Samen. Die Innenseiten meiner Oberschenkel waren voller Blut.
Ich setzte mich auf und starrte auf die Flecken auf meinem ansonsten weißen Bett.
Scham überkam mich. Hass auf mich selbst. Abscheu. Ebenso kam das Verlangen es wieder zu tun. Und wieder. Und wieder.
Ich begann zu weinen.
Schon mein dritter diese Woche. Jedes mal wurden sie brutaler.
Mein Herz begann erwartungsvoll zu schlagen.
Bald war es soweit – das Ende war ein wenig näher gerückt.
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